
Hand aufs Herz, wer hat sich als Kind beim Bäcker nicht auch immer diese runden kleinen Kuchen mit der dicken Zuckerglasur ausgesucht? Genau deshalb ist dieses Amerikaner Rezept für mich pure Nostalgie, denn die kleinen weichen Wölkchen erinnern mich sofort an die klassische Kuchentheke beim Bäcker und sind gleichzeitig erstaunlich einfach selbst gemacht.
Das Beste daran ist allerdings, dass ihr weder Konditormeister sein noch eure Küche anschließend wegen eines mittelschweren Backunfalls renovieren müsst. Der Teig ist schnell zusammengerührt, nach gerade einmal 12 Minuten dürfen die Amerikaner schon wieder aus dem Ofen und anschließend fehlt eigentlich nur noch eine ordentliche Portion Glasur.
Also schnappt euch eure Küchenmaschine oder den Handmixer und los geht’s!
Amerikaner Rezept: Für wie viele Personen?
Mit diesem Amerikaner Rezept bekommt ihr genug Gebäck für ungefähr 6 Personen, wobei es natürlich ein wenig darauf ankommt, wie groß ihr eure Amerikaner formt und wie viele davon während des Abkühlens auf mysteriöse Weise verschwinden.
Für Letzteres übernehme ich keine Verantwortung.
Required material
Viel besonderes Zubehör braucht ihr glücklicherweise nicht, denn für die Zubereitung reichen ein paar ganz normale Küchenhelfer vollkommen aus:
- Küchenmaschine oder Handmixer
- Tablespoon
- Baking sheet
- Parchment paper
- 2 Schüsseln, eine große und eine kleine
- Backpinsel zum Verstreichen der Glasur
Zutaten für den Teig
Für die wunderbar weichen Amerikaner benötigt ihr:
- 2 eggs
- 100 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 1 packet vanilla pudding powder
- 5 EL Milch
- 250 g flour
- 1 packet baking powder
Kleiner Hinweis: Holt die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie bei der Verarbeitung schön weich ist. Wer das vergisst, darf natürlich auch zehn Minuten lang vor einem kalten Butterklotz stehen und ihn vorwurfsvoll anschauen. Ich spreche selbstverständlich von rein hypothetischen Erfahrungen.
Zutaten für die Glasur
Für das süße Finale braucht ihr lediglich:
- 250 g powdered sugar
- Saft von 1 Zitrone
Falls euch Zitronenglasur etwas zu sauer ist, könnt ihr später problemlos einen anderen Fruchtsaft verwenden. Das Amerikaner Rezept lässt sich an dieser Stelle wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen.
Amerikaner Rezept: Teig vorbereiten
Schnappt euch zuerst eure Küchenmaschine oder den treuen Handmixer und gebt die beiden Eier in eine große Rührschüssel, bevor ihr sie kurz miteinander verrührt. Sobald sich Eigelb und Eiweiß verbunden haben, dürfen 100 g Zucker, 100 g weiche Butter, das Vanille-Puddingpulver und 5 EL Milch ebenfalls in die Schüssel wandern.
Während die Küchenmaschine ihre Arbeit erledigt, könnt ihr alles so lange miteinander verrühren, bis eine möglichst gleichmäßige und cremige Masse entstanden ist.
Mehl und Backpulver hinzufügen
In einer separaten Schüssel vermischt ihr 250 g Mehl mit einem Päckchen Backpulver gründlich miteinander, denn niemand möchte beim gemütlichen Nachmittagskaffee plötzlich auf eine kleine Backpulvermine beißen.
Anstelle die komplette Mehlmischung auf einmal in die Rührschüssel zu kippen, gebt ihr sie anschließend lieber portionsweise zur feuchten Masse. Dadurch lässt sich der Teig leichter verarbeiten und ihr könnt alles so lange miteinander verrühren, bis eine schöne, geschmeidige Masse entstanden ist.
Formen und backen
Bevor die Amerikaner in den Ofen dürfen, legt ihr ein Backblech vollständig mit Backpapier aus und verteilt den fertigen Teig anschließend mit einem Esslöffel in kleinen, möglichst runden Portionen darauf.
Zwischen den einzelnen Teighäufchen sollte ein wenig Abstand bleiben, da die Amerikaner während des Backens noch gemütlich wachsen und wir am Ende schließlich einzelne Küchlein haben möchten und keinen gigantischen Super-Amerikaner, der das komplette Backblech übernommen hat.
Das vorbereitete Blech wandert anschließend bei 170 °C Umluft für ungefähr 12 Minuten in den Backofen.
Glasur zubereiten
Während sich langsam dieser herrliche Duft nach frisch gebackenem Gebäck in der Küche ausbreitet, könnt ihr euch bereits um das süße Finale kümmern.
Gebt dafür 250 g powdered sugar in eine kleine Schüssel und fügt nach und nach den frisch gepressten Saft einer Zitrone hinzu. Mit einem Löffel oder kleinen Schneebesen wird anschließend alles gründlich verrührt, bis eine glatte und schön glänzende Glasur entstanden ist.
Sollte euch die Konsistenz noch zu dick sein, könnt ihr vorsichtig etwas mehr Flüssigkeit hinzufügen, wobei ihr wirklich sparsam vorgehen solltet. Zwischen „perfekte Glasur“ und „Zuckerwasser mit Identitätskrise“ liegen nämlich erstaunlich wenige Tropfen.
Abkühlen und glasieren
Nach ungefähr 12 Minuten könnt ihr die fertigen Amerikaner aus dem Ofen holen und vollständig abkühlen lassen, auch wenn dieser Teil vermutlich die größte Herausforderung des gesamten Rezepts darstellt.
Sobald das Gebäck wirklich ausgekühlt ist, verteilt ihr die vorbereitete Glasur großzügig mit einem Backpinsel oder Löffel auf der flachen Seite der Amerikaner. Anschließend muss der Zuckerguss nur noch kurz fest werden und schon sind eure selbst gemachten Amerikaner fertig.
Theoretisch zumindest.
Praktisch kann natürlich bereits während des Glasierens eine Qualitätskontrolle notwendig sein.
Amerikaner Rezept: Mein persönlicher Tipp
Wer kein großer Fan von saurer Zitrone ist, muss auf die Glasur keinesfalls verzichten, denn anstelle von Zitronensaft könnt ihr im Grunde jeden Fruchtsaft verwenden, auf den ihr gerade Lust habt.
Besonders schön funktioniert beispielsweise Kirschsaft, weil er dem Zuckerguss nicht nur einen fruchtigen Geschmack verleiht, sondern die Glasur gleichzeitig hübsch rosa färbt. Dadurch könnt ihr das Amerikaner Rezept außerdem wunderbar abwandeln und immer wieder etwas anders zubereiten.
Und falls ihr euch nicht entscheiden könnt, macht einfach mehrere Glasuren.
Mehr Glasur hat schließlich noch selten ein ernsthaftes Problem verursacht.






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