Selbstgemachte Pizza: Einfach, knusprig und richtig lecker

Ein Teller mit einer Pizza, belegt mit Thunfisch, Käse und Paprika, dekoriert mit frischen Basilikumblättern.

Vergesst den Lieferdienst, denn heute machen wir unsere selbstgemachte Pizza einfach komplett selbst und dürfen dabei sogar entscheiden, was am Ende darauf landet. Keine Diskussion darüber, warum zusätzliche Salami plötzlich zwei Euro kostet, und vor allem kein trauriges Warten vor dem Fenster, während man bei jedem vorbeifahrenden Auto hofft, dass endlich der Pizzabote kommt.

Besonders lecker wird der Teig durch das Rapsöl, denn dadurch lässt er sich wunderbar verarbeiten und wird angenehm geschmeidig, während unsere schnelle Tomatensauce mit etwas Madras-Curry einen kleinen Geschmacksboost bekommt.

Beim Belag könnt ihr euch anschließend vollkommen austoben, wobei ich hier Salami und ordentlich Gouda verwende. Wer lieber Gemüse, Thunfisch, Zwiebeln oder etwas vollkommen anderes auf seiner Pizza haben möchte, darf allerdings ebenfalls eskalieren.

Selbstgemachte Pizza: Für wie viele Personen?

Mit diesem Rezept bekommt ihr genug selbstgemachte Pizza für ungefähr 4 Personen, wobei aus dem Teig vier einzelne Pizzen entstehen.

Wie viele Personen davon tatsächlich satt werden, hängt allerdings davon ab, ob ihr normale Menschen am Tisch sitzen habt oder jemanden, der nach seiner Pizza plötzlich verdächtig interessiert auf die Teller der anderen schaut.

Dieses Material braucht ihr

Für eure Pizza braucht ihr glücklicherweise keine professionelle italienische Restaurantküche, denn mit ein paar normalen Küchenhelfern bekommt ihr das Ganze problemlos hin:

  • 1 große Schüssel für den Teig
  • 1 Glas für die Hefe
  • 1 Rührgerät mit Knethaken
  • 1 sauberes Küchentuch
  • 1 kleine Schüssel oder einen Messbecher für die Sauce
  • 1 Löffel zum Verrühren
  • 1 Löffel zum Verstreichen der Sauce
  • Backbleche
  • Backpapier
  • Nudelholz

Zutaten für den Teig

Für den Pizzateig benötigt ihr:

  • 600 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 14 g Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 160 ml Rapsöl

Durch das Rapsöl wird der Teig besonders geschmeidig und lässt sich später angenehm verarbeiten, sodass ihr beim Ausrollen nicht das Gefühl bekommt, einen persönlichen Machtkampf mit einem Stück Teig führen zu müssen.

Zutaten für die Sauce

Unsere Tomatensauce bleibt bewusst einfach, bekommt allerdings durch das Currypulver eine etwas ungewöhnlichere Würze:

  • 500 g passierte Tomaten
  • 1 TL Currypulver, Madras
  • 1 TL Gemüsebrühe, Pulver

Keine Sorge, aus der selbstgemachten Pizza wird dadurch nicht plötzlich ein Currygericht, denn das Gewürz soll lediglich für etwas mehr Tiefe und Geschmack in der Tomatensauce sorgen.

Zutaten für den Belag

Bei uns kommen folgende Zutaten auf die Pizza:

  • 400 g geriebener Gouda
  • 400 g Salami nach Wahl

Optional: Zwiebeln, Paprika, Pilze, Thunfisch, Gemüse oder alles andere, worauf ihr gerade Lust habt.

Gerade beim Belag würde ich mich nicht sklavisch an das Rezept halten, denn einer der größten Vorteile einer selbstgemachten Pizza besteht schließlich darin, dass niemand euch vorschreiben kann, was darauf gehört.

Ananas?

Ich werde mich aus dieser Diskussion heraushalten.

Hefe vorbereiten

Zu Beginn gebt ihr die 14 g Trockenhefe zusammen mit einer Prise Zucker und 100 ml lauwarmem Wasser in ein Glas, bevor ihr alles kurz miteinander verrührt und ungefähr fünf Minuten stehen lasst.

Durch den Zucker bekommt die Hefe etwas Nahrung und kann anschließend ihre Arbeit aufnehmen, damit unser Pizzateig später schön aufgeht. Achtet allerdings darauf, dass das Wasser wirklich nur lauwarm und nicht heiß ist, denn unsere Hefe möchte gemütlich geweckt und nicht direkt gekocht werden.

Pizzateig kneten

Während die Hefe ihre fünf Minuten Wellnessurlaub genießt, könnt ihr bereits 600 g Weizenmehl und 10 g Salz in einer großen Schüssel miteinander vermischen.

Sobald die Wartezeit vorbei ist, kommt die Hefemischung direkt zum Mehl und ihr könnt alles mit den Knethaken des Rührgeräts gründlich verkneten. Erst nach diesem ersten Kneten werden die 160 ml Rapsöl hinzugefügt, wobei ihr anschließend so lange weiterknetet, bis das Öl vollständig eingearbeitet ist und ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.

Sollte der Teig am Anfang etwas widerspenstig aussehen, gebt ihm ruhig einen Moment.

Wir alle brauchen manchmal etwas Zeit, um uns zusammenzureißen.

Teig ruhen lassen

Ist der Pizzateig schön glatt geworden, deckt ihr die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und stellt sie für ungefähr 30 Minuten an einen warmen Ort ohne Zugluft.

Während dieser Zeit darf die Hefe arbeiten und der Teig in Ruhe aufgehen, weshalb ihr ihn am besten einfach in Frieden lasst. Ständiges Nachsehen beschleunigt den Vorgang leider nicht, selbst wenn man den Teig dabei besonders motivierend anschaut.

Tomatensauce zubereiten

Während unser Teig seine wohlverdiente Pause macht, können wir uns bereits um die Sauce kümmern, denn dafür müssen lediglich 500 g passierte Tomaten mit 1 TL Madras-Currypulver und 1 TL Gemüsebrühe gründlich verrührt werden.

Gerade das Currypulver ist hier mein kleiner Favorit, weil es der Sauce einen würzigeren und etwas tieferen Geschmack gibt, ohne die Tomate komplett zu überdecken.

Mehr Hexerei steckt tatsächlich nicht dahinter.

Belegen und backen

Rechtzeitig vor dem Backen wird der Ofen auf 230 °C Umluft vorgeheizt, damit die Pizza später direkt ordentlich Hitze bekommt.

Nach der Ruhezeit teilt ihr den aufgegangenen Teig in vier möglichst gleich große Portionen und rollt jede davon auf die gewünschte Größe aus. Anschließend verteilt ihr die vorbereitete Tomatensauce gleichmäßig darauf, streut den geriebenen Gouda darüber und belegt eure Pizzen mit Salami oder allem, was euch sonst glücklich macht.

Die fertig belegten Pizzen kommen schließlich für ungefähr 20–25 Minuten bei 230 °C Umluft in den heißen Backofen, bis der Rand schön knusprig und der Käse vollständig geschmolzen ist.

Selbstgemachte Pizza: Mein persönlicher Tipp

Gerade beim Belag könnt ihr dieses Rezept wunderbar an euren eigenen Geschmack anpassen, weshalb sich die Pizza auch hervorragend eignet, wenn mehrere Personen unterschiedliche Vorlieben haben. Teilt den Teig einfach auf und lasst jeden seine eigene selbstgemachte Pizza belegen, wodurch gleichzeitig die uralte Diskussion verschwindet, warum irgendjemand Pilze bestellt hat, obwohl mindestens die Hälfte des Tisches keine Pilze mag.

Falls ihr einen besonders knusprigen Boden möchtet, solltet ihr außerdem darauf achten, den Backofen wirklich vollständig vorzuheizen, bevor die Pizza hineinkommt.

Und falls am Ende Käse vom Rand läuft?

Das ist kein Fehler.

Das ist Bonuskäse.

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