Kartoffelsalat mit Mayonnaise: Cremig, saftig und einfach gemacht

Ein Teller mit cremigem Gericht aus Gnocchi und einer dicken Sauce, garniert mit Kräutern.

Es gibt Gerichte, bei denen wahrscheinlich jede Familie behauptet, ausgerechnet ihr Rezept wäre das einzig richtige, und Kartoffelsalat mit Mayonnaise gehört definitiv dazu. Bei uns bekommt der Klassiker allerdings einen kleinen Trick spendiert, denn bevor überhaupt ein Gramm Mayonnaise die Schüssel betreten darf, dürfen die noch warmen Kartoffeln erst einmal gemütlich im würzigen Gurkenwasser baden.

Dadurch saugen sie ordentlich Geschmack auf und werden wunderbar saftig, während Gewürzgurken und Zwiebeln anschließend für die nötige Würze sorgen. Besonders gut passt der Kartoffelsalat zu Grillabenden, Geburtstagen oder einfach zu einem frisch gebratenen Schnitzel, ein paar Wiener Würstchen oder einem Spiegelei.

Und falls am nächsten Tag noch etwas übrig bleibt, herzlichen Glückwunsch.

Bei uns wäre das bereits ein organisatorischer Erfolg.

Kartoffelsalat mit Mayonnaise: Für wie viele Personen?

Mit den angegebenen Mengen bekommt ihr Kartoffelsalat mit Mayonnaise für ungefähr 6 Personen, wobei die 2 kg Kartoffeln eine ziemlich ordentliche Schüssel ergeben und deshalb auch für einen Grillabend oder ein kleines Buffet wunderbar geeignet sind.

Wie viele Menschen davon tatsächlich satt werden, hängt natürlich davon ab, was ihr dazu serviert und ob jemand Kartoffelsalat lediglich als Beilage oder als persönliche Lebensaufgabe betrachtet.

Benötigtes Material

Für die Zubereitung braucht ihr keine ausgefallenen Küchengeräte, allerdings empfehle ich euch bei zwei Kilogramm Kartoffeln ausdrücklich eine wirklich große Schüssel, denn Optimismus ersetzt leider kein Fassungsvermögen.

  • 1 großer Kochtopf
  • 1 Sieb
  • 1 große Salatschüssel
  • 1 Schneidebrett
  • 1 scharfes Messer
  • 1 Sparschäler oder kleines Messer
  • 1 großer Löffel oder Salatbesteck

Die Zutaten

Für den klassischen und wunderbar cremigen Salat benötigt ihr:

  • 2 kg Kartoffeln, am besten festkochend oder vorwiegend festkochend
  • 1 Glas Gewürzgurken, ca. 670 g Gesamtgewicht
  • 1 Glas Mayonnaise, 500 g
  • 2–3 weiße Zwiebeln
  • 1 gestrichenen TL Salz
  • 1 gestrichenen TL Pfeffer

Kartoffeln kochen

Zunächst kommen die 2 kg Kartoffeln in einen ausreichend großen Topf mit Wasser, wo ihr sie so lange kochen lasst, bis sie gar sind, aber noch genügend Stabilität besitzen, um später nicht beim ersten Kontakt mit dem Löffel zu Kartoffelbrei zu zerfallen.

Während die Kartoffeln gemütlich vor sich hin kochen, können wir uns bereits um den Teil kümmern, der diesem Rezept besonders viel Geschmack verleiht.

Gurkenwasser vorbereiten

Schnappt euch das Glas Gewürzgurken und gießt den kompletten Gurkensaft durch ein Sieb direkt in die große Salatschüssel, damit wir sowohl die Flüssigkeit als auch die Gurken behalten. Zum aufgefangenen Gurkenwasser kommen anschließend jeweils ein gestrichener Teelöffel Salz und Pfeffer, bevor ihr alles kurz miteinander verrührt.

Die Gewürzgurken aus dem Sieb sowie die 2–3 weißen Zwiebeln könnt ihr währenddessen in kleine Würfel schneiden und direkt zum gewürzten Gurkenwasser geben.

Damit wartet unsere Mischung jetzt eigentlich nur noch auf die Hauptdarsteller.

Kartoffeln schneiden und ziehen lassen

Sobald die Kartoffeln fertig gekocht sind, gießt ihr das Wasser ab und lasst sie nur so weit abkühlen, dass ihr sie anfassen könnt, ohne dabei spontan sämtliche Schimpfwörter aus eurem Wortschatz zu verwenden.

Noch warm werden die Kartoffeln anschließend gepellt, in gleichmäßige Scheiben geschnitten und direkt zur vorbereiteten Gurken-Zwiebel-Mischung gegeben. Beim vorsichtigen Vermengen solltet ihr darauf achten, die Scheiben nicht unnötig zu zerdrücken, denn wir möchten schließlich Kartoffelsalat mit Mayonnaise und keinen Kartoffelbrei mit Identitätskrise.

Jetzt kommt allerdings der wichtigste Teil des gesamten Rezepts: Lasst die Kartoffeln für ungefähr eine Stunde in der Mischung ziehen. Während dieser Zeit nehmen die noch warmen Kartoffelscheiben das würzige Gurkenwasser auf und bekommen dadurch deutlich mehr Geschmack.

Ja, ihr müsst tatsächlich warten.

Nein, böse auf die Schüssel zu starren beschleunigt den Vorgang leider nicht.

Mayonnaise unterheben

Nach ungefähr einer Stunde hat das Gurkenwasser seine Arbeit erledigt und endlich darf auch die 500-g-Portion Mayonnaise mitspielen.

Gebt sie vollständig zum Kartoffelsalat und hebt anschließend alles vorsichtig unter, bis sich die Mayonnaise gleichmäßig verteilt hat und der Salat wunderbar cremig aussieht. Weil Kartoffeln erstaunlich viel Würze aufnehmen können, lohnt sich an dieser Stelle außerdem eine kleine Geschmacksprobe, bevor ihr gegebenenfalls noch etwas Salz oder Pfeffer ergänzt.

Damit ist der Kartoffelsalat mit Mayonnaise eigentlich schon fertig, allerdings könnt ihr ihn problemlos noch eine Weile im Kühlschrank durchziehen lassen.

Kartoffelsalat mit Mayonnaise: Mein persönlicher Tipp

Besonders lecker wird der Salat meiner Meinung nach, wenn ihr ihn bereits am Vortag vorbereitet, denn über Nacht können die verschiedenen Aromen noch intensiver miteinander durchziehen. Vor dem Servieren solltet ihr ihn allerdings erneut abschmecken, weil die Kartoffeln während dieser Zeit noch einiges an Salz und Würze aufnehmen können.

Bei den Beilagen ist der Kartoffelsalat mit Mayonnaise dagegen angenehm unkompliziert, denn besonders gut schmeckt er zusammen mit einem frisch gebratenen Schnitzel, knackigen Wiener Würstchen oder einem Spiegelei.

Und falls ihr ihn direkt aus der Schüssel esst, während ihr eigentlich nur „kurz abschmecken“ wolltet?

Das zählt ebenfalls als Qualitätskontrolle.

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